Clever kombiniert ans Ziel

Noch mehr Überblick: Neben Bus- und Bahnverbindungen zeigt die digitale Fahrplanauskunft des VRN nun auch CarSharing- und VRNnextbike-Angebote an. So erkennt der Fahrgast direkt, auf welche Verkehrsmittel er zugreifen kann – und wie er sie am besten für seine Wege kombiniert.

Projektsteckbrief

Ansprechpartner:

Frieder Zappe
Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN GmbH)
Tel:  (+49) 0621 10770-501
E-Mail: f.zappe@vrn.de
http://www.vrn.de

Familie Mayer geht in Heidelberg frühstücken. Danach hat jeder andere Pläne: Die Mutter will ein Geschenk besorgen, der Vater in den Baumarkt, der Sohn in die SAP-Arena und die Tochter trifft sich mit Freundinnen in Eppelheim. Die elektronische Mobilitätsauskunft auf www.vrn.de zeigt, wie jeder von ihnen am schnellsten ans Ziel kommt. Die Mutter legt die Strecke mit einem VRNnextbike zurück. Der Vater fährt mit dem Bus zur nächsten stadtmobil-Station und leiht sich dort ein Auto. Der Sohn fährt mit Bus und S-Bahn, die Tochter nimmt die Straßenbahn. Ein eigenes Auto hat die Familie seit Jahren nicht mehr – und vermisst es auch nicht.

Das ist ganz im Sinne von Volkhard Malik, Geschäftsführer des VRN: „Heute werden Wege immer häufiger verkehrsmittelübergreifend zurückgelegt. Wir wollen unsere Kunden möglichst schnell, günstig und umweltschonend ans Ziel bringen – und ihnen hierfür alle Optionen bieten.“ Dort, wo das Bus- und Bahn-Angebot nicht ausreicht, bieten sich Leihwagen und Fahrrad als sinnvolle Ergänzung an – kombinierte Mobilität eben. Der Kunde wählt aus einer Fülle an Verkehrsmitteln und legt seine Route flexibel fest, passend zu seinen ganz individuellen Bedürfnissen.

Die Elektronische Mobilitätsauskunft (EMA)
Auf dem Weg zum umfassenden Mobilitätsdienstleister für die Region ist es dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) gelungen, einen weiteren wichtigen Baustein in seinem digitalen Angebot zu legen. „Die elektronische Mobilitätsauskunft bietet die Möglichkeit, weitere Mobilitätsangebote in der Region kennen zu lernen“, erklärt Cristina Reisenauer, zuständig für Konzeption und Gestaltung im Team Multimodale Plattform und technische Infrastruktur beim VRN. Gemeinsam mit ihrem Kollegen und technischen Verantwortlichen Markus Müller hat sie diesen bundesweit bislang einmaligen Service umgesetzt.

„Die große Herausforderung beim Thema Multimodalität, besteht darin, dem Kunden anwendbare Auskünfte über seine Alternativen zu geben“, betonen die beiden. „Dazu genügt es nicht, die Daten der Verkehrsträger zusammenzuführen, sie müssen intelligent miteinander verknüpft werden – möglichst in Echtzeit.“ Will jemand beispielsweise von Schwetzingen nach Nußloch, benötigt er dafür mit Bus und Bahn über 90 Minuten. Fährt er stattdessen mit dem Bus zur nächsten stadtmobil-Station und nutzt ab dort das CarSharing-Angebot, schafft er die Strecke in der Hälfte der Zeit.

 

In Kooperation mit VRNnextbike und stadtmobil konnten bislang Mieträder und CarSharing-Angebote, inklusive „JoeCar“, dem Freefloating-Angebot von stadtmobil, in die Auskunft integriert werden. Als nächstes sind Mitfahrgelegenheiten und ein Routingangebot für Privat-Pkw unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrslage in Planung.

„Unser Ziel ist es, eine umfassende Mobilitätsplattform anzubieten, um den Nutzern und Kunden einen bequemen Zugang zum gesamten Mobilitätsangebot in der Region zu erleichtern“, sagt Marc Pätschke, Abteilungsleiter Digitale Mobilität beim VRN.

Es gibt sie also, die Alternativen zum eigenen Auto. Und, clever kombiniert, machen sie dieses sogar überflüssig – zumindest für Familien wie die Mayers.